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Donnerstag, 13. Februar 2014

Nein.

Immer wenn das Handy-Gezwitscher-Klavier-Gebimmel losgeht, denke ich: Nein.

Immer wenn ich die Nachttischlampe anschalte, denke ich: Nein.

Immer wenn ich zwangsweise meine Augen aufhalten muss, denke ich: Nein.

Immer wenn ich die Bettdecke zurückschlage, denke ich: Nein.

Jeden Morgen denke ich: Nein.

Mein schönes, kuscheliges Bett, es liegt nicht an dir, es liegt an mir. 
Ich werde dich immer lieben, auch wenn dich jeden Morgen verlassen muss.

Geh' weg, Arbeit! Du stinkst bist blöd.

Freitag, 7. Februar 2014

Neulich

...beim Arzt.

Ich bin nicht oft krank. Wenn aber irgendwas ist, das ich nicht einordnen kann - eine Erkältung kann ich immerhin schon als solche erkennen - dann werde ich zum Hypochonder. 

So begab es sich also, dass ich eine Woche lang diffuse Symptome hatte und durch Recherche (das digitale Zeitalter macht es möglich) davon überzeugt war, dass in Kürze mein Körper implodiert. Ich habe beschlossen, dass ich so etwas nicht möchte.

Allerdings bin ich auch sehr pflichtbewusst und ging dann erst einmal zur Arbeit. Außerdem fühle ich mich immer ganz fuchtbar schlecht, wenn ich mich morgens gleich von vorneherein krank melde. "Also, so schlimm ist es ja nun auch nicht", denke ich mir immer. Ich bin halt der Typ, der man mal ein, zwei Tage durchhängt und dann eigentlich wieder zu gebrauchen ist. Während andere sich alle zwei Monate etwas einfangen, dass nur mit zwei Wochen Bettruhe wieder vorbeigeht, habe ich meist nur eine sich verschleppende Erkältung, die mit einer Ibuprofen auch wieder in den Griff zu bekommen ist.

Neulich verhielt es sich also anders. Um die Mittagszeit beschloss ich, dass das Ganze nun innerhalb kürzester Zeit geklärt werden muss, am besten sofort. Hab ich mir also mal eben einen Hausarzt zugelegt (bis jetzt hatte ich nämlich keinen, obwohl ich da schon seit zweieinhalb Jahren wohne..) und mein Erscheinen zur Nachmittagssprechstunde angekündigt.

Ach, es ist schon interessant, was man beim Allgemeinarzt für nette Leute trifft.  Und ich freu mich jedes Mal.

  • Selbstverständlich die über alle Maßen freundliche Sprechstundenhilfe: "Hallo, ich hatte angerufen" "Also bei mir nicht! Und der Herr Doktor ist auch noch nicht im Hause". Das war 20 Minuten, nachdem die Sprechstunde begonnen hatte.
  • Die Schülerin, die sich demonstrativ ein bis zweimal die Minute die Nase putzt, damit man ihr nicht unterstellen kann, sie sei ja nicht wirklich krank.
  • Der etwas ältere Herr (okay, Herr klingt an dieser Stelle etwas fein), der anscheinend nur mal eben zum Arzt geht, weil ja eh schon alles kaputt ist. Das erzählt er zumindest dem Menschen am anderen Ende der Strippe in nicht mehr Zimmerlautstärke, unterbrochen immer mal wieder durch einen dezenten Raucherhusten: "Ja, ick bin gerade beim Onkel Dokter!" Ich war auch etwas pikiert, dass er den Klingelton nicht ausgestellt hatte, aber vielleicht bin ich da auch sehr konservativ.

Und jeder, der ins Wartezimmer kommt, grüßt! Solche Nettigkeiten kenne ich hier gar nicht. Wir hier sind ja schließlich bekannt für unsere notorische Unfreundlichkeit und allgemeines Grummeltum. Aber vielleicht kenn man sich hier schon durch häufigeres Zusammentreffen im Wartezimmer.

War ich also dann mal dran. Entgegen meinen Erwartungen, war der Arzt tatsächlich ganz nett. Rumklopfen, rumhorchen. "Hmm ja, also, es nicht ganz typisch das Krankheitsbild, aber wir nehmen mal Blut ab und wenn die Ergebnisse da sind und der Verdacht positiv ausfällt, werde ich Sie umgehend in die Rettungsstelle schicken." Diese hat übrigens einen sehr biblischen Namen, wie dort auch häufig üblich, gepaart mit einem gewissen Gruselfaktor. "Ach, ja, dann bitte ich Sie, ab sofort nichts mehr zu essen - falls der Fall der Fälle eintreten sollte".

NEIN! ICH HATTE HUNGER! Nach dem meist etwas nervenaufreibenden Besuch beim Arzt, brauche ich eigentlich als Kontermaßnahme erst einmal was zu essen. Döner. Blätterteig mit Käse gefüllt. Also nur leichte Kost. (Ach ja, Fall der Fälle hieß: Bauch aufschneiden.)

Da ich schon mein halbes Leben lang, täglich Medikamente nehme, bin ich schon ziemlicher Blutabgebe-Profi. Ich weiß schon, wann ich die Faust machen soll, wann es denn piekt (Meistens "gleich"), wann ich sie wieder aufmachen soll. Und ganz wichtig: dass ich noch ein Pflaster bekomme und ich dann ganz dolle raufdrücken muss. Das Blut kann ich aber immer noch nicht sehen und das Gefühl, wie der Arm dann langsam etwas taub und kribbelig wird, macht mir immer noch einen flauen Magen (jetzt übrigens gerade auch schon wieder...).

Prozedur zur Zufriedenheit der Sprechstundenhilfe abgeschlossen - ich bekomme auch immer wieder Komplimente, was für tolle Venen (?) ich doch habe. Naja, jedenfalls gestaltete sich das mit den Blutergebnisse etwas schwieriger. Der Blutbote käme nämlich erst abends und die Ergebnisse dann erst morgen früh. Ich könnte es auch aber selbst hinbringen. Ich habe gelacht, vermute aber im Nachhinein, dass es doch ernst gemeint war. Jedenfalls wurde da doch irgendwas geregelt, einen Anruf hätte ich gegen 21 Uhr zu erwarten, falls es Grund zur Sorge gäbe. Vorsorglich wurde ich die nächsten zwei Tage krankgeschrieben.

Den gab es nicht. Um halb 10 beorderte ich dann meinen "Mitbewohner" zum Pizza-Baguette (Tomate-Mozzarella) backen. Ein bisschen Bedienung sollte schon sein. Schließlich war ich dem Tod gerade noch einmal von der Schippe gesprungen!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Vom Zwitschern und Knipsen

Hand aufs Herz.

Ich muss jetzt einfach mal unumwunden zu geben, dass ich mit dem Bloggen tendenziell nicht dem hinterherkomme, das eigentlich geschrieben werden will.

Ich mach es mir nun etwas einfacher und werde zum Teil aufs Knipsen und Zwitschern umsteigen.

Wer auch dabei ist, der möge mich doch mal addieren (oder mir verraten, wie er/sie zu finden ist) ;-)